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Nenne Ihre Namen – Buchbinden gegen Gewalt

2020

Nach dem Mord an George Floyd sammelte die US-amerikanische Buchkünstlerin Sarah Bryant die Namen der fast 2000 Schwarzen, die zwischen 2013-2019 in den USA durch Polizeigewalt starben. Mit einfachsten Mitteln band sie daraus ein Buch, das in die Hosentasche passt, damit es mitgetragen und die Namen jederzeit gelesen und vorgetragen werden können.

Birgit Nielsen (deutsch-amerikanische Wort-/Buchkünstlerin) und Ann Carolin Renninger (Buchkünstlerin und Filmemacherin) trugen dieses Projekt aus den USA nach Flensburg, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Sie replizierten das Projekt READ THIS OUT LOUD, um auf die Opfer von Rassismus und rechter Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen.

So entstand eine temporäre Pop-up-Buchbinderwerkstatt, in der ein eigenes Buch gebunden werden konnte und die Besucher den Namen eines Opfers als Tonaufnahme festhalten konnten.